Schutzkonzept

Schutzkonzept für Tantramassage Anbietende

 

1. Vorwort
Nach wie vor gilt es, die Verbreitung von COVD-19 zu verhindern. Der Bundesrat hat dazu verschiedene Verordnungen erlassen. Kommerzielle Betriebe müssen ein Schutzkonzept entwickeln und anwenden um ihr Angebot auf den Markt bringen zu dürfen.

2. Änderungen
In dieser im August 2021 überarbeiteten Version gehen wir zudem auf das Thema der Corona-Impfung sowie auf das Thema Shedding ein. Zudem wurden basierend auf den praktischen Erfahrungen und Rückmeldungen die Empfehlungen zum Tragen von Masken und den Empfehlungen für den Ablauf während der Massage reduziert bzw. angepasst.

3. Das Corona-Virus
Das neue Corona Virus wird vor allem durch persönliche Kontakte übertragen. Die Übertragung erfolgt durch: a) Tröpfcheninfektion / Aerosole: Niest oder hustet eine infizierte Person, können Viren direkt auf die Schleimhäute von anderen Menschen gelangen. b) Übertragung über die Hände: gehustete Tröpfchen können auf die Hände gelangen. Werden dann Oberflächen berührt, können sie dorthin getragen und von dort über weitere Berührungen in Mund, Nase, Augen übertragen werden. Hier die Informationen des Bundesamt für Gesundheit BAG

4. Die Corona-Impfung
Im Gegensatz zu den in den Medien und der Politik oft beschwichtigenden Aussagen zu den Corona-Impfstoffen, halten wir uns bei den Empfehlungen im Schutzkonzept an die Aussagen der
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Impfstoff-Hersteller Pfizer (Comirnaty) und Moderna (COVID-19 Vaccine Moderna), sowie an die von der Swissmedic veröffentlichten Informationen auf swissmedicinfo.ch und sai.refdata.ch. Gemäss Angaben der Fachinformationen verfügen die Impfstoffe nur über eine befristete Zulassung und eine sogenannte Black-Triangle Warnung.
Das heisst, solche Arzneimittel unterliegen einer zusätzlichen Überwachung, da sie noch nicht unter realen Bedingungen angewendet worden sind und für welche daher seltene allergische Reaktionen, Nebenwirkungen oder Langzeiteffekte bislang nur unzureichend erfasst werden konnten. Siehe hierzu die Publikation der Swissmedic.
Im Kapitel “Einschränkungen der Wirksamkeit des Impfstoffes” schreiben die Hersteller, dass ein Impfschutz nur “möglicherweise” eintrifft und “möglicherweise nicht alle Geimpften geschützt” sind. Und im Kapitel Schutzdauer schreiben beide Hersteller: Die Dauer des Schutzes, den der Impfstoff bietet, ist unbekannt.
Basierend auf diesen Angaben empfehlen wir das Einhalten derselben Schutzmassnahmen, egal ob eine Kundin / ein Kunde geimpft ist oder nicht.

5. Shedding
Zum Thema Shedding, d.h. zu Arzneimittel-Nebenwirkungen welche bei Ungeimpften auftreten, welche in engem Kontakt mit geimpften waren, sind bei uns Meldungen von Mitgliedern eingegangen. Z.B. das Auftreten von Menstruationsstörungen bei Masseurinnen, in den Tagen nachdem sie eine geimpfte Person massiert hatten. Aktuell liegen uns keine fundierten wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse zum Thema Shedding vor. Aus diesem Grund kann der FVTM zu diesem Thema keine offiziellen Aussagen treffen. Wir werden das Thema aber weiter beobachten und das Schutzkonzept bei Bedarf anpassen.

6. Schutzkonzept für Tantramassage Anbietende / Vorgaben der Behörden
Um Kundschaft und Tantramassage Anbietenden den grösstmöglichen Schutz vor Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu bieten, bzw. die Gefahr einer Infektion zu minimieren, hat der Förderverein Tantramassage Schweiz das hier vorliegende Schutzkonzept entwickelt und empfiehlt es den Anbietern von Tantramassagen zur Anwendung. Es basiert auf den Vorgaben des Bundes
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und den Empfehlungen der Berufsverbände SVBM und VDMS. Neben diesen, sind auch die Verordnungen und Gesetze der kantonalen und lokalen Behörden zu befolgen.

7. Verantwortlichkeit
Der Betreiber, die Betreiberin der Praxis ist verantwortlich für die Festlegung, Umsetzung und Einhaltung der in ihrem Institut geltenden Schutzmassnahmen und dafür, dass Mitarbeitende regelmässig über die Hygienemassnahme, den Umgang mit dem Schutzmaterial und den sicheren Umgang mit Kunden instruiert werden.

8. Bedeutung für die Kundschaft
8.1. Anmeldungen
– Wir bitten Personen, bei denen sich Anzeichen einer kommenden Grippe bemerkbar machen, von Tantramassagen abzusehen.
– Sollten Sie in den vergangenen 10 Tagen Krankheits-Symptome, wie Fieber, Husten, kein Geschmacksinn und/oder Gliederschmerzen verspürt haben, so bitten wir Sie vor einer Massagebuchung unbedingt Ihren Hausarzt zu kontaktieren.
– Falls Sie bereits eine Massage gebucht haben, und Anzeichen einer Infektion haben, kontaktieren Sie bitte das Massageinstitut und verschieben Sie Ihren Termin.
– Im Falle von Unsicherheiten ist mit den Tantramassage – Anbietenden zu klären, ob eine Tantramassage möglich ist.

9. Bedeutung für Tantramassage-Anbietende, Verhalten
Halten Sie sich grundsätzlich an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG und achten Sie auf die aktuellen Neueinschätzungen des BAG. Hier sind die aktuellen Informationen des BAG zum Coronavirus zu finden.

9.1. Eigener Gesundheitszustand:
– Verzichten Sie auf Massagen, wenn Sie bei sich selbst Krankheits-Symptome bemerken.
– Geben Sie diese Empfehlungen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres Institutes weiter.

9.3. Annahme/Ablehnung von Buchungen:
– Auch hier gelten dieselben Regeln wie üblich. Nehmen Sie keine Kundschaft mit Krankheits-Symptomen an. Erkundigen Sie sich bei der Buchung nach diesen Kriterien. Sie dürfen Kunden auch wieder nach Hause schicken, wenn diese bereits bei ihnen im Institut sind.
– Seien Sie achtsam zu sich selbst und zur Kundschaft. Achten Sie auf ihr persönliches Gefühl und vertrauen Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand.

9.4. Abstand
– Beim Betreten der Praxis muss die Kundschaft die Hände desinfizieren. Neben dem Desinfektionsspender muss eine Anleitung zur korrekten Händedesinfektion angebracht sein.
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– Bei Unsicherheit halten Sie bei Gesprächen 1,5 Meter Abstand. Der Abstand vom 1,5 Metern kann während der Begrüssung (Verzicht auf Händeschütteln und Umarmung) und während des Vorgesprächs aufrechterhalten werden. Spätestens dann entscheidet sich, ob die Kundschaft zur Massage bleibt, oder möglicherweise aus gesundheitlichen oder anderen Gründen die Praxis wieder verlässt.
– Erst wenn der Entscheid gefällt ist, dass massiert wird, kann die Abstandsregel in den Hintergrund treten.
– Wenn Sie über mehrere Praxisräume verfügen, stellen Sie sicher, dass sich die Kundschaft nicht begegnet und dass zwischen den Reinigungszyklen nur ein Kunde denselben Nassraum (WC / Dusche) benützt.

10. Bedeutung für Tantramassage-Anbietende, Hygiene, Materialien
10.1. Masken
– Das Tragen einer Mund/Nasen Maske wird vom BAG zur Erschwerung der Übertragung des COVID-19 Erregers bei nahen Kontakten empfohlen.

10.2. Desinfektion: Hände
Vor und nach jedem Kundenkontakt sind die Hände zu gründlich zu waschen (mindestens 30 Sekunden) und zu desinfizieren. Eine Händewaschanleitung liegt auf (siehe am Schluss).

10.3. Während der Massage
– Die Massage soll so stattfinden, dass Infektionen verhindert werden können bzw. die Wahrscheinlichkeit von Krankheitsübertragungen reduziert wird.

10.4. Nach der Massage
– Falls Sie mit Handschuhen arbeiten, achten Sie auf korrekte Anwendung. Berühren Sie mit den Handschuhen nicht Ihr Gesicht oder auch keine Gegenstände oder Türklinken. Stülpen Sie die
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Handschuhe beim Ausziehen nach innen, so dass Sie nie in Berührung mit der Aussenseite der Handschuhe kommen.
– Entsorgen Sie Handschuhe direkt in einen Mülleimer mit Deckel oder in verschliessbare Plastiksäckchen. Diese werden nach jedem Kunden entsorgt.
– Nach der Massage die Hände gründlich waschen (mindestens 30 Sekunden) und desinfizieren.
– Stellen Sie sicher, dass zwischen den einzelnen Kunden genügend Zeit vorhanden ist, um die Hygienemassnahmen (Reinigung, Austausch der Textilien, Desinfizierung) einzuhalten.

11. Räumlichkeiten / Massagematerial
11.1. Türklinken, Toiletten und Lavabos, Schreibutensilien
– In der Praxis nach jeder Massage bzw. nach jedem Kundenbesuch sämtliche Liegen, Apparate, Türklinken (auch die der Innentüren zu Badezimmer und Massagezimmer) flächendesinfizieren. Ebenso Duschgarnituren, Lavabos, Armaturen, Toilettensitze, Toiletten und die Betätigungsplatten der Toiletten-Spülung desinfizieren. Dies gilt auch für Stühle, Tische, Zahlungssysteme, Kugelschreiber, die Computertastatur etc.
– Die Einwirkzeit beachten, bevor die nächste Kundschaft die Praxis betritt.

11.2. Textilien und Geschirr, Masken, Einweghandschuhe
Viren erleiden bei Temperaturen von 55 – 70 Grad innerhalb von Minuten einen Infektionsverlust.
– Alle Textilien, die in direktem Kontakt mit Kunden gekommen sind, müssen nach jeder Massage ausgewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.
– Verwenden Sie Massageutensilien, die nicht desinfiziert werden können, nur einmal oder dieselben Utensilien immer nur für einen Kunden. Schreiben Sie Massageutensilien mit dem Namen des Kunden an und lagern Sie die persönlichen Utensilien voneinander getrennt.
– Verwenden Sie, wenn möglich Einwegmaterial.
– Tragen Sie Handschuhe beim Umgang mit Abfall, beim Reinigen und beim Aufräumen z.B., wenn Sie Textilien zusammentragen, die in Kontakt mit Körperflüssigkeiten gekommen sein könnten (Frotteertücher, Lunghi, etc.).
– Gegenstände, die in Kontakt mit der Kundschaft gekommen sind, müssen nach der Massage desinfiziert werden.
– Auf Massageequipment, das nicht desinfiziert oder bei 60 Grad gewaschen werden kann
– Einwegmasken und Handschuhe müssen sicher entsorgt (direkt in einen geschlossenen Eimer oder Sack) und mehrfach verwendbare Masken nach Herstellerangaben gereinigt werden.
– Nach jeder Massage: Massageräume mindestens 10 Minuten gut lüften.
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