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Was ist Kundalini Energie?

SCHLANGENKRAFT – KUNDALINI

Kundalini: Die Schlangenkraft, die im Wurzelchakra ruht und im Kronenchakra zur Erleuchtung führt
Die Chakren und die Kundalini-Energie
Die Lehre der Chakren, als wichtiger Teil der Energiekörper und des Energiesystems, ist in der hinduistischen Tradition eng verknüpft mit der Kundalini-Energie. Die Kundalini-Kraft wird als schlafendes Bewusstseins-Potenzial beschrieben, das im Wurzelchakra angelegt ist, durch die spirituelle Praxis aktiviert wird und dann durch die gereinigten und geöffneten Chakren bis zum Scheitelchakra aufsteigt, was zur Erleuchtung führt. Dabei wird die Kundalini symbolisch als Schlangenkraft bezeichnet. Menschen mit Kundalinierfahrung haben uns auch tatsächlich von dem physischen Gefühl berichtet, dass sich eine energetische Schlange durch ihren Körper nach oben windet.

Aufstieg von Kundalini durch Shushumna, Ida und Pingala
Der  wichtigste Kanal in diesem Prozess ist der zentrale Shushumna-Kanal, der sich physisch in etwa im Rückenmarkskanal der Wirbelsäule befindet. Dieser zentrale Nadi ist umgeben von zwei weiteren wichtigen Nadis: Ida und Pingala, die jeweils links und rechts vom Shushumna-Nadi liegen und weiblichen und männlichen Qualitäten entsprechen und in den beiden Öffnungen der Nasenlöcher enden.
Ida und Pingala winden sich vom Wurzelchakra aufsteigend um den Shushumna-Nadi und an ihren vier Kreuzungspunkten befinden sich die mittleren vier Chakren, mit ihren wichtigen Nervenzentren und endokrinen Drüsen.
Der Fluss der Energie von der Basis der Wirbelsäule, durch die 7 Chakren und hinauf zum Kronenchakra repräsentiert den Aufstieg vom physischen Bewusstsein (prakriti) zum kosmischen Einheitsbewusstsein (samhadhi).

Kundalini, Shiva und Shakti
Die indische Mythologie hat ein schönes Bild für diesen Prozess:
Sie beríchtet von einer Zeit, in der alles Eins war, vereinigt in einem einzigen, einheitlichen Bewusstsein. Aus dieser Einheit wurden zwei Kräfte geboren, symbolisiert als der männliche Gott Shiva, Symbol für das Bewusstsein des Absoluten, und seiner Gemahlin Shakti, Symbol für die aktive Energie der Schöpfung. Durch die Trennung der Einheit in diese männliche und weibliche Urkraft, entstanden eine Trennung von Bewusstsein und Materie (in all ihren groben und feinen Formen) – und dadurch die Schöpfung.
Kundalini-Shakti, die weibliche Urkraft der Schöpfung, liegt schlafend im Wurzelchakra jedes einzelnen Menschen und wartet darauf, sich wieder mit ihrem Gemahl Shiva zu vereinigen, wodurch das Bewusstsein der Einheit aller Dinge wiedererlangt wird. Sie wird im Yoga durch eine schlafende Schlange symbolisiert, die eingerollt an der Basis der Wirbelsäule liegt.
Durch einen Prozess der Reinigung und energetischen Aktivierung – zumeist durch bestimmte Meditationen und Atemtechniken – kann Kundalini-Shakti erweckt werden und steigt dann durch den Shushumna-Nadi und alle Chakren bis zum Kronenchakra auf, wo sich die beiden Energieflüsse vereinen.

Autor:  David Rotter